Leseprobe

Auf da Hond komma


 

Vogelgezwitscher, Dame kommt auf die Bühne,  Hund befindet sich hinter der Bühne, an der Leine wird laufend gezerrt, Hund bellt

FRL. SCHNEIDER: tristan, jetzt zieh doch net so an dr Leine.

HUND: Bellt.
FRL. SCHNEIDER: Jetzt mach  scho Gassi, mir hant  koi Zeit mehr.

HUND: Zieht an der Leine

FRL. SCHNEIDER: i woiß, wenns  pressiert  soll ma langsam doa,  aber  mir hant  doch  bloß no  5 Minuta. Tristan, jetzt mach halt. Mein Gott, des dauret  heut scho wieder.

HERR HÄBERLE: (kommt dazu) Wer soll sich macha ? I seh niemand.

FRL. SCHNEIDER: Sia sehet doch mei Leine.

HERR HÄBERLE: Führet sia ihren Mann aus ?
FRL. SCHNEIDER: Des isch vielleicht a blödes G’schwätz. Mein Hund soll Gassi ganga, I han in 5 Minuta en Termin.

HERR HÄBERLE: (deutet nach  hinten) So en  Köter hat  mi erscht letschte Woch im Garda von meiner Tante Liesbeth gstellt. Des war vielleicht a gfährliches Viech.

FRL. SCHNEIDER: Sie brauchet koi Angst han.

HERR HÄBERLE: Des han i do au gmoint. Der Hondleng hat mi ganz schea in d’ Wade zwickt.
FRL. SCHNEIDER: Mein Tristan beißt net.

HERR HÄBERLE: Tristan ? wia kann ma en Hund Tristan hoißa ?

FRL. SCHNEIDER: I bin Wagner-Fan. No nia was von tristan und Isolde ghört ?

HERR HÄBERLE: Saget se bloß, sia hoißet Isolde ?


Es folgen noch 10  Einsätze bis zum Ende.