Leseprobe

A Bett isch was scheas


LUISE:  (kommt  tanzend ins Zimmer,  der Mann  schnarcht im Bett) Huch, des war vielleicht wieder so en flotter Tanzfilm. Do hälts oin oifach net aufm Sessel ! (hält vor dem Bett inne) Und dr mei ? Liegt do wia a Häufele Elend!

LUISE: (tanzt einige Schritte  und geht dann ins Bett, nimmt ein Buch, schlägt es neben  Karls Kopf zu, er hört auf zu schnarchen)

LUISE: Net zom  glauba, der  hat  tatsächlich sei Motorsäg abgstellt. (kurz darauf ertönt Schnakengesumme) A Schnook!  i glaubs net!  Karle wach  auf, a Schnook isch im Zemmer !

KARL:  (mit  geschlossenen  Augen, kommt  hoch)  Fortuna  lächelt, doch  sie mag  nur  ungern  voll beglücken, schenkt  sie uns einen Sonnentag, so schenkt  sie uns auch Mücken !

LUISE: I be im falscha Film !

KARL: (verschlafen) Do ka doch i nix drfür.
LUISE:  I han  doch  net  gsagt,  dass du was drfür kannsch. Aber du hasch  scho guat  schwätza,  an di  ganget se jo gar net !

KARL: Also, dann isch des au dei Problem. Und übrigens: A Schnok dia sticht, isch weiblich. Also machet  ihr Fraua des unter euch aus.

LUISE:  Des  isch  vielleicht  a  Einstellung.  Danke  Karl  für dei Unterstützung. (sucht die Schnok) Jetzt seh i des Biescht, na warte........(und erschlägt sie mit dem  ersten Schlag). Karl, i han se, jetzt kasch weiterschlofa.

KARL: (fängt an zu schnarchen)

LUISE: (schlägt ihr Buch auf,  sie rüttelt ihn) Schlofa han i gsagt,  net  schnarchla. Und do  sottesch  in Ruah lesa kenna!  Der Obend  hat  so guat  angfanga: erscht  en Film mit tolle Tanzszena und dann dia scharfe Männer! Und jetzt des: Mei Schlofzimmer teil i mittlerweile mit ra hena  Schnok  – und  mit oim der  schnarchlet. Des isch a Steigerung: Scharfer Tänzer, Schnok, Schnarchzapfa.  (atmet tief durch) Luise, entspann di, sonscht bisch de ganz Nacht wach.

KARL: (schnarchlet wieder)

LUISE: Karle, du schnarchlesch.

KARL: Ka gar net sei, i bin doch wach !
LUISE: Noch bisch du also wieder en Wachschnarchler?

KARL: Gibts sowas au ?
LUISE: Jeden Obend des gleiche: Du liegsch  neba mir, bisch wach und schnarchlesch !

KARL: Es gibt Männer, dia lieget öfters außer Haus. Also sei froh, dass i do bin, wenn au als Wachschnarchler.

LUISE:  Wenn ma des so sieht ? Dann hosch  du recht  und i mei Ruah ! (Pause) Karl, sei mol still, grad  han  i was ghört.

KARL:  i  han  nix ghört.  I  glaub,  du  hasch  zuviel  Fantasie. Gugg oifach mol weniger in dia Glotzkischt.

LUISE:  Du hörsch  doch  nia  was,  wenn  du  im  Bett  bisch. Grad han i ghört,  wia wenn  draußa  a Fenschterscheib klirrt hätt.

KARL: (lauscht) I hör nix .........

LUISE: Karl, jetzt hör doch mol... vielleicht isch des en Einbrecher !

KARL: was soll denn bei uns en Einbrecher?
LUISE: Ja, einbrecha, was denn  sonscht ! I dät  saga:  Jetzt guggesch du. weil, dia Einbrecher sind zu 99 % männlich, also machet  ihr Männer des unter euch aus!

KARL:  Vielleicht  ischs  ja  aber  ausnahmsweis  diesmol  a Frau ?

LUISE: Des isch jetzt aber net dein Ernscht ?

KARL: I gang auf jeden Fall net.
LUISE: Ja, dir wird gar nix anders übrig bleiba !

KARL:  I geb  dir lieber Deckung.  (Holt einen  Pantoffel und hält ihn ihr vor die Nase) Do nemm en.

LUISE: Des glaub i jetzt aber au wieder net.

KARL: I halt hier d’Stellung und halt dir dr Rücka frei............ des isch wichtiger wia alles Andere. (und schiebt sie zum Bett raus)

LUISE: Und sowas nennt  ma:  Des starke G’schlecht. Dann gib scho her....... (nimmt den Pantoffel und geht)

 

Es folgen noch 28  Einsätze bis zum Ende.