Bahnhofsgeflüschter


Auf einer Bank in der Bahnhofshalle. Ein Ehepaar macht sich auf den Weg. Die Bahnhofshalle wird zum Treffpunkt interessanter Gestalten. Eine Dame spricht englisch, ein Reisender sucht seinen Tabaksbeutel
und ein Berliner hat ein Auge auf Paula geworfen. Ihr Mann Willi fehlt plötzlich..
3 männlich, 2 weiblich, Spieldauer ca. 10 Min.



Paula Hant Sia was vrlora?
Reisender Mein Tabaksbeutel. Grad han i den doch no g’hett.
Reisende Oh Mister, you’ve lost something?
Paula Des isch wohl a Ding, suacht der auf’m Boda rom. I vrmiss au was, aber des isch mein Willi.
Reisender (sucht an den Füßen der Reisenden)
Reisende Oh Mister, excuse me please, that’s my foot.
Reisender Was goht mi Ihr foot a, i suach mein Beutel! (sucht weiter)
Berliner Erwisch ikke wohl noch den Zug nach München, wa?
Paula Kommt drauf a, ob Se guat renna könnet!
Berliner Wieso denn det?



Paula Wisset Se, Herr Rositzki, mein Willi isch heut a Katastrophe. Der hott mol wieder Wefzga im Fiedla!
Berliner Wie meinen?
Berliner Ach, Jnädigste sind verheiratet? (rückt näher) Und dann so alleene auf der Bank. So ein hübschet Jesicht, diese Aujen, dieser Mund und dieset entzückend weiße Hälschen?
Paula So ben i dur na! Jetzt machet Se me aber scho a bissle vrlega Herr.....Herr Rositzki. Sia send en richtiger Scharmbolza.



Willi (kommt ganz unverhofft) Paula, I glaub unser Zug kommt!
Paula Bin I froh, dass du wieder do bisch, Willi.
Willi Des sieht aber gar net so aus! Di ka ma ja gar nemme aus de Auga lassa!


Ob der „Scharmbolzen“ erfolgreich ist?